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ESSC-Herren geben den Pokal aus den Händen

"Wenn du drei Minuten vor Spielende 11:8 gegen den SV Halle vorn bist und dann am Ende des Spieles nicht der Pokalgewinn steht, dann ist das nicht "Schade" sondern "Sch....."", so lautete das Fazit vom Erfurter Wasserballwart Andreas Schlag nach dem Pokalspiel gegen die zweite Mannschaft des SV Halle. War schon der 9:11-Anschluss prompt nach der Dreitore-Führung ärgerlich, so war das Frustfoul von Henry Heinz der Knackpunkt. Ausschluss ohne Ersatz bedeutet im Wasserball auch gleich noch einen Strafwurf. Den setzte der Hallenser Routinier Peter Gaudig zwar an den Pfosten, doch den direkt zu ihm zurückspringenden Ball konnte er verwandeln. Zwar gelang den Hallensern schnell das 11:11, doch mit aller Macht wehrten sich die Spieler von Trainer Jörg König und brachten das Unentschieden über die Zeit. Strafwurf-Werfen und damit eine tolle Fortsetzung des bis dahin sehr unterhaltsamen Spieles mit einem Happy-End für die das Geschehen bestimmenden Gastgeber des Erfurter SSC. So hätte das Szenario nach dem Geschmack der vielen Zuschauer verlaufen können. Doch leider wurde daraus nichts. Nach drei parierten Erfurter Würfen jubelte der Hallenser Torwart und als der dritte Hallenser Schütze traf, mit ihm seine gesamte Mannschaft. Noch Minuten vorher hatte die Erfurter Mannschaft um Kapitän Thomas Eifert alles im Griff; nun stand man mit leeren Händen da. Begonnen hatte das Spiel mit der Führung durch Florian Matzke. Die routinierten Gäste der zweiten Mannschaft des SV Halle hielten lange dagegen und konnten einmal selbst auf 4:3 vorlegen. Doch die Mannschaft von Jörg König zeigte ein gute Zonenverteidigung, die blitzschnellen Lucas Hauser und Alex Rajewski spitzten immer wieder die Bälle weg und zogen die Konter an. Nach dem 5:4 zur Pause zeigte sich, wer nach dem Seitenwechsel besser eingestellt war. Die Erfurter Mannschaft zog jetzt deutlich an und kam endlich auf zwei Tore Vorsprung (8:6). Dass dann aber gegen eine sehr unpräzise spielende Hallenser Mannschaft gleich drei Überzahlspiele nicht in Zählbares verwertet werden konnten, das sollte sich später als Problem erweisen. Aber zu Beginn des letzten Viertels gab es erst einmal den Treffer des Tages zu bejubeln: Sohn Alex legte auf Vater Anton Rajewski ab und der verwandelte zum 9:6. Doch routiniert nutzten die Gäste zwei Erfurter Herausstellungen zum 8:9-Anschluss und brachten noch einmal Spannung in das Spiel. Dann verwandelte endlich Lucas Hauser die sich bietende eigene Überzahl und mit seinem nächsten Wurf folgte das 11:8 und damit der vermeintliche K.O. der Gäste drei Minuten vor dem Ende.  Nach dem Landesmeistertitel auch den Pokalsieg nach Erfurt zu holen, das wurde leider verpasst. Auf eine Neues in 2019 heisst es jetzt!

Die Wasserballer des Erfurter SSC bedanken sich recht herzlich für die tolle Unterstützung durch das Publikum und für die wieder hervorragende Zusammenarbeit mit der SWE Bäder GmbH.

ESSC: Costeanu, Weise; Zharsky, Alex Rajewski(2), Angelstein(2), Heinz, Eifert(1), Matzke(1), Bech, Hauser(4), Kutzler, Schumacher, Anton Rajewski(1)

Ausschlüsse: ESSC 7+1 Matchstrafe, Halle II 14

ESSC-SV Halle II 11:11 (2:2; 3:2; 3:2; 3:5) - 5-Meter-Werfen 0:3; damit SV Halle II Pokalsieger 2018

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