Am frühen Samstagabend ging es für die Männer von Trainer Gabor Gartai zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison nach Zwickau. Hatte der Erfurter SSC vor 14 Tagen vor heimischer Kulisse drei Punkte einfahren können, so sollte auch im Rückspiel ein voller Erfolg her. Doch das Spiel begann für die Erfurter nicht so, wie erwartet. Zu viele einfache Fehler brachten die Zwickauer zu einfachen Torerfolgen und in der Offensive fehlte es an der eigenen Durchschlagskraft. So stand zu ersten Pause ein enttäuschendes 0:5 aus Sicht der Gäste auf der Anzeige. In der Viertelpause appellierte Coach Gartai an die Stärken seiner Jungs und rüttelte sie wach. So arbeiteten sich die Thüringer mit einer sehr stabilen Defensive langsam in das Spiel herein. Halbzeitstand 3:5 aus Erfurter Sicht. Im dritten Viertel sollte das Spiel dann völlig offen geführt werden. Beide Mannschaften konnten sich ihre Möglichkeiten erarbeiten. Die Gastgeber wiederum behielten hierbei aber weiter das Oberwasser (Viertelergebnis 5:3). Vor Beginn des letzten Spielabschnitts stand somit ein 10:6 auf der Anzeigetafel. Ein doch komfortabler Vorsprung meinten die Zuschauer in der Zwickauer „Glück-Auf Schwimmhalle“. Doch was die Mannschaft um Kapitän Florian Matzke im letzten Viertel an Leistung abrufen konnte, damit hatte selbst der eigene Trainer nicht gerechnet. „Chapeau an die Jungs, das war einfach eine grandiose und geniale Leistung im letzten Viertel, phänomenal“, so das Fazit von Gabor Gartai nach dem Spiel. Der ESSC konnte an die Leistung aus dem zweiten Viertel anknüpfen und ließ in der Verteidigung gar nichts mehr anbrennen. Als Mannschaft verteidigte man konsequent, so dass nur wenige Bälle überhaupt auf das Erfurter Tor zugelassen wurden. Die Bälle die dennoch kamen, hielt Torhüter Data Tutberidze souverän und musste im ganzen Schluss-Viertel nur noch einmal hinter sich greifen. Der ESSC konnte so zunächst das Ergebnis egalisieren und ging anschließend sogar das erste Mal selbst in Führung (11:10). Danach konnten die Zwickauer ihr letztes Tor erzielen und das Ergebnis nochmals ausgleichen. Doch die Erfurter blieben unbeeindruckt und gerieten durch die Aufholjagd völlig unter Strom. In der Offensive zeigten die Landeshauptstädter ein wahres Feuerwerk und konnten fast jeden Angriff im Tor der Gastgeber unterbringen. Am Ende stand so ein verrücktes 11:15 auf der Anzeigetafel. Das letzte Viertel konnte der ESSC also mit 9:1 für sich entscheiden. Als Spieler des Tages wurde Louis Georgi ausgezeichnet, der mit fünf Treffern und einer ausgezeichneten Defensivleistung beim Erfolg seiner Mannschaft einen großen Beitrag leistete. „Den Schwung dieses verrückten letzten Viertels wollen wir nun in die letzten drei Aufgaben der Saison mitnehmen und die Saison bestmöglich beenden“, so Kapitän Florian Matzke nach dem Spiel. Weiter geht es schon nächstes Wochenende. Mit dem vorletzten Heimspiel gegen den Dauerrivalen SV Halle (Saale) sollen am Samstag (06.06.) im heimischen Nordbad und am Sonntag (07.06.) beim letzten Auswärtsspiel in Dresden die nächsten Punkte eingefahren werden.
ESSC: Tutberidze, Wellendorf; Zavalii, Georgi (5), Angelstein, Viachorka, T. Fischer (5), Bergmann, Rajewski (1), Lu. Hauser (3), Matzke (1), Rosenstock, Kutzler
Text: Florian Matzke
Fotos: Thomas Bergmann
Link zu Ergebnissen und Tabellen:
Vorschau bis zum Saison-Ende:
Samstag, 06.06.2026
19.00 Uhr
Nordbad Erfurt
Wasserball Liga Ost
Erfurter SSC – SV Halle
Sonntag, 07.06.2026
10.30 Uhr
SH Freiberger Platz
Wasserball Liga Ost
TuR Dresden – Erfurter SSC
Samstag, 20.06.2026
Roland Matthes Schwimmhalle
14.00 – 19.00 Uhr
U12 Wasserball Nachwuchsturnier
20.15 Uhr
Wasserball Liga Ost
Erfurter SSC – Wasserball Union Magdeburg
Sonntag, 21.06.2026
Roland Matthes Schwimmhalle
08.00 – 12.00 Uhr
U12 Wasserball Nachwuchsturnier

